newsletter 28-2015

Αγαπητοί φίλοι του ESG,

meine Familie hat in der zurückliegenden Zeit den ganzen Hausstand sortieren und “entschlacken” müssen, weil wir just in diesen Tagen von Schlierbach nach Handschuhsheim umziehen (meine Frau ist seit dem 1. Juli Pfarrerin in der dortigen Friedensgemeinde). In einer Packpause wurde uns deutlich, wie viele Gegenstände sich im Laufe eines Familienlebens ansammeln – ganz krass im Vergleich mit dem, was Flüchtlinge mit auf ihre Flucht nehmen können. Sie müssen nahezu alles zurücklassen, vor allem ihre Heimat und oft auch die weitere Verwandtschaft und ins Ungewisse aufbrechen, während wir alles behalten könnten und uns freuen, in einen derart wunderbaren Stadtteil wechseln zu können. Dankbar kann man sein für den Wohlstand und für den Frieden, den wir erleben – und umso deutlicher müssen alle in die Schranken gewiesen werden, die unseren Frieden und das Ansehen unseres Landes gefährden, allen voran diese Pegioten mit ihren Hass-Sprechern.

Dankbar konnten wir am Sonntagabend sein, nachdem unser neues Format eines jungen Abendgottesdienst erstaunlich frischen Zuspruch fand. Wir feierten einen fröhliche, stärkenden und intensiven Gottesdienst miteinander. Vielen Dank an’s ganze Team! Der nächste “Inspiriert!”-Gottesdienst findet am 13. Dezember statt, 19.00 Ρολόι, Peter Εκκλησία.

Am morgigen Mittwoch geht’s weiter mit dem Semester-Thema “Begegnungen”. Diesmal begegnen wir der Pluralität von Geschlechteridentitäten und begrüßen dazu besondere Gäste im Karl-Jaspers-Haus, nämlich drei Vertreter des Queer-Referates des AStA. Queer ist – so im wiki-Eintrag – eine Art Sammelbecken, in dem sich außer Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Intersexuellen, Transgendern, Pansexuellen, Asexuellen und BDSMlern auch heterosexuelle Menschen, welche Polyamorie praktizieren, und viele mehr finden lassen. Eine Besonderheit von queer im Vergleich zu Identitäten wie lesbisch oder schwul ist, dass die Betonung auf der eigenen – von der Heteronormativität abweichenden – Geschlechterrolle, Geschlechtsidentität bzw. Lebensweise liegt. Verbindend wirkt dabei die Überzeugung, dass der angenommene Zwang zur Heteronormativität aufgelöst und es Menschen erlaubt werden solle, ihr Leben mit unterschiedlichen Vorstellungen, sexuellen Identitäten und Geschlechtsidentitäten leben zu können. Die Mitglieder des Queer-Referates des AStA der Universität Heidelberg werden ihre Arbeit vorstellen, über die aktuellen Diskurse informieren und mit uns ins Gespräch kommen. – Und das Abendessen zuvor ist dem Bundesland Thüringen gewidmet.

Wer es meditativ möchte und die Peterskirche räumlich einmal ganz anders erleben möchte, ist herzlich zur Nacht der Lichter mit Liedern und Liturgien aus Taizé eingeladen: Παρασκευή, 20.00 Ρολόι.

Euch allen eine gute Woche wünscht Hans-Georg Ulrichs.