newsletter 26-2018

Liebe Freunde der ESG,

am morgigen Mittwoch wird es ein besonderes Ereignis geben – eine Kooperation mit dem Katholischen Universitätszentrum:

„Erinnerung und Verantwortung“

Führung durch die Hochschule für jüdische Studien und Dialog mit Rabbinerin Prof. Dr. Birgit Klein und Rabbiner Shaul Friberg

Mittwoch, 7. November 2018, 19.00–21.30 Uhr

Ort: Hochschule für Jüdische Studien, Landfriedstraße 12

Im Gedenken an die Novemberpogrome vor 80 Jahren, als in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 im ganzen Deutschen Reich, auch in Heidelberg, Synagogen zerstört, jüdische Friedhöfe geschändet und viele Menschen jüdischen Glaubens inhaftiert und in Konzentrationslager gebracht wurden, wollen wir ein ökumenisches Zeichen der Erinnerung und der Verantwortung für die Zukunft setzen.

Wir sind zunächst zu Gast in der Hochschule für Jüdische Studien (HfJS) als einem Ort lebendiger wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit allen Facetten jüdischer Religion, Geschichte, Kultur und Gesellschaft. Rabbinerin Prof. Dr. Birgit Klein, seit 2006 Inhaberin des Lehrstuhls „Geschichte des jüdischen Volkes“ an der HfJS und Rabbiner Shaul Friberg, seit 2008 hiesiger Hochschulrabbiner, werden uns einen persönlichen Einblick in dieses einzigartige europäische Kompetenzzentrum für Jüdische Studien mit Bibliothek, Seminarräumen, Lehrhaus (Beth Midrash) und koscherer Mensa geben.

Anschließend werden wir im Karl-Jaspers-Haus (Plöck 66) bei einem kleinen Imbiss miteinander ins Gespräch kommen und vor dem Hintergrund des Gedenkens an die Novemberpogrome von 1938 danach fragen, wie sich unsere Verantwortung für eine Gesellschaft realisieren lässt, in der sich Menschen gegenseitig akzeptieren und respektieren. Auch heute gibt es Menschen, die mit Parteien sympathisieren, die eine Politik der Ausgrenzung von Menschen bestimmter Religionen oder Ethnien befürworten. Auch heute werden jüdische Friedhöfe geschändet, jüdische Lokale angegriffen. Auch heute trauen sich manche jüdische Mitbürger nicht, sich als Juden öffentlich zu erkennen zu geben. Die Erinnerung an die Reichspogromnacht kann uns für den Hass und die Herabwürdigung verschiedener Bevölkerungsgruppen in unserem Land und unserer Stadt sensibilisieren, mögen es jüdische Mitbürger, Migranten oder Andersdenkende sein.

19.00 Uhr: Begrüßung im Foyer der HfjS, Führung durch die HfjS

20.00 Uhr: Ortswechsel ins Karl-Jaspers-Haus

20.15 Uhr: bei Imbiss / Getränken Gespräch mit Frau Klein und Herr Friberg

Ich freue mich auf diesen Abend! Hans-Georg Ulrichs.