newsletter 02-2015

Liebe Freunde der ESG,

viele haben die zurückliegenden Tage als erschütternd erlebt. Die Verbrechen in Frankreich waren grausig – und die Bekundungen für eine offene, tolerante und liberale Gesellschaft taten gut. In diesem Zusammenhang weise ich gerne hin auf die NOGIDA-Demonstration, die heute ab 19 Uhr auf dem Bismarckplatz stattfinden wird:

http://www.die-stadtredaktion.de/2015/01/rubriken/gesellschaft/nogida-heidelberg/

In der ESG stehen wie immer zum Semesterende Gemeinderatswahlen an. Wer in Zukunft intensiver mitgestalten und im Gemeinderat mittun möchte, möge mir oder den Gemeinderäten ein Zeichen geben. Gewählt wird dann vom 21. Januar bis zum 4. Februar.

Nach einem interessanten Gemeindeabend in der vergangenen Woche, an dem wir ein für unsere Volkskirche eher ungewöhnliches Format evangelischen Glaubens kennen gelernt haben, begrüßen wir am kommenden Mittwoch nun einen Vertreter des Laizismus. Unser Programm führt dazu aus:

Wie in den meisten anderen westeuropäischen Demokratien sind auch in Deutschland Staat und Kirche getrennt. Auf Grund historischer Traditionen und Erfahrungen entwickelte sich das System der „hinkenden Trennung“ von Staat und Kirche, bei der die Religionsfreiheit „positiv“ verstanden wird: Der Staat ermöglicht gerade auch die von ihm unabhängige religiöse Praxis unter Beachtung des für alle geltenden Rechts. Vertreter des „Laizismus“ streben dagegen eine strikte Trennung von Staat und Kirche an und fordern einen säkularen Staat.
Adrian Gillmann ist Repräsentant der Laizisten im SPD-Kreisverband Heidelberg. Nur an wenigen Orten gibt es anerkannte Arbeitsgemeinschaften – im Jahr 2011 lehnte es der Bundesvorstand der SPD einstimmig ab, die Laizisten als parteiinterne Bundesarbeitsgemeinschaft anzuerkennen.
Der Laizismus ist politisch also durchaus umstritten – und darf nicht etwa mit Atheismus ineinsgesetzt werden: Man kann auch aus religiösen Gründen für eine strikte Trennung von Staat und Kirche votieren. Jedenfalls freuen wir uns auf eine lebendige, vielleicht auch kontroverse Debatte mit dem jungen Sozialdemokraten.
Herzliche Grüße sendet Hans-Georg Ulrichs.