newsletter 8-2013

Liebe Freunde der ESG,

das war ´mal wieder echt krass: Über das verlängerte Wochenende liefen sehr viele Filme im TV – und sehr viele davon waren ziemlich brutal. Selbst beim Durchzappen sah man viel Blut und auch Getötete. Offenbar verarbeiten die Menschen in Kunst und in Unterhaltung (von den Nachrichten ganz zu schweigen), dass wir in einer Welt leben, in der es ziemlich viel Böses gibt. Wenn aber in unserer Religion gesagt wird, daß der Mensch als Sünder zum Bösen geneigt ist, bricht sofort ein shitstorm der Entrüstung aus. Mehrfach haben Journalisten und andere Menschen, die den Heidelberger Katechismus anläßlich seines Jubiläums zum ersten Mal gelesen haben, mir gegenüber herumgemault, daß man doch so etwas nicht mehr sagen könne – heutzutage!

Ach! dachte ich. Erstens müsste man dann doch einmal ideologiefrei die Gegenwart analysieren und zweitens den armen Katechismus bis zum Schluss lesen und wenn möglich sogar einige Male von Ah bis Zett nachbuchstabieren. Am kommenden Mittwoch will ich zu zeigen versuchen, dass man reformatorischerseits nach einer realistischen Perspektive auf den Menschen dann eben doch sehr optimistisch vom Menschen denken kann, gerade dann, wenn man Gott nicht aus dem Spiel lässt. „Homo heidelbergensis“ – damit meine ich nicht die Knochenreste, die vor langer Zeit in Mauer gefunden wurden, sondern das Menschenbild, wie es im Heidelberger Katechismus enthalten ist.  Darüber dann mehr am Mittwoch ab 20.15 Uhr im Karl-Jaspers-Haus, Plöck sixty-six.

Nach einem außerordentlich gut besuchten Pfingstgottesdienst freue ich mich nun auf den Gottesdienst mit drei Taufen und der Predigt von Gerd Theißen am kommenden Sonntag in der Peterskirche. Und im Rahmen des Probenwochenendes wird auch der ESG-Chor in diesem Gottesdienst singen.

Herzlich grüßt Hans-Georg Ulrichs.