News-Letter 32

Liebe Freunde der ESG,

seit einigen Jahren bin ich großer Fan der Bilder von Fritz von Uhde. Er hat am Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche biblische Szenen gemalt und dabei eine Art Kleine-Leute-Evangelium verkündigt. Besonders eindrücklich sind etwa auch seine Gemälde zur Heiligennacht: Da ist nicht viel Großartiges zu sehen, sondern viel Kummer und Schmerz, vor allem aber einfaches Leben. Daran musste ich jetzt wieder denken, da es bei mir in den zurückliegenden Wochen irgendwie auf eine besondere Weise weihnachtlich wurde. Erschreckend oft wurde ich konfrontiert mit der Situation von schwangeren Studentinnen oder alleinerziehenden Müttern – wenn sie nicht aus EU-Ländern stammen, fehlt ein sie schützendes Umfeld. Mit Dank nehme ich zur Kenntnis, daß sich Behörden und nicht zuletzt das Studentenwerk bemühen, Hilfen zu geben. Aber es ist mit der Weihnachtsgeschichte vor Augen schon erschreckend zu sehen, was es bedeutet, als Schwangere in fremder Umgebung „keine Herberge zu finden“.

Gewiss habt auch Ihr schöne Gottesdienste erlebt, die auf Weihnachten hinführten. Am vergangenen Sonntag war die Peterskirche voll besetzt, am Mittwoch zuvor haben wir eine schöne Kindersegnung in der ESG erlebt, und am Dienstag zuvor feierte ich unter 500 bis 600 jungen Leuten den Adventsgottesdienst der christlichen Hochschulgruppen in der Heiliggeistkirche mit.

Heute, Mittwoch, gibt es den letzten ESG-Gemeindeabend dieses Jahres. Neben Andacht, Plätzchenbacken und Abendessen wird es einen Themenabend zu „Weihnachten“ geben.

Heiligabend kommt die Universitätsgemeinde zum Gottesdienst zusammen, und zwar um 17.00 Uhr in der Peterskirche; Prof. Lampe wird den Gottesdienst gestalten und die Predigt halten. Am Altjahrsabend bin ich mit einem Abendmahlsgottesdienst dran (Beginn 18.00 Uhr).

Viele Studierende und Lehrende werden die Weihnachtstage und den Jahreswechsel nicht bei uns am Neckar verbringen. Deshalb darf ich nun allen ein gesegnetes Christfest und – bis wir uns wiedersehen – behütete Tage wünschen.

Gott befohlen! Euer Hans-Georg Ulrichs.