Newsletter 12-2011

Liebe Freunde der ESG,

letzte Woche kam ein Paket, mit dem bei mir so richtig die Spannung und die Stimmung stieg: Im Paket waren die Programme des Kirchentages enthalten, der vom 1. bis zum 5. Juni in Dresden stattfinden wird. In einer kleinen Gruppe wird die ESG zusammen mit den Jugendlichen und anderen Menschen aus der evangelischen Jugendarbeit des Kirchenbezirks Heidelberg an die Elbe fahren. Das werden bestimmt ereignisreiche Tage, die es jetzt vorzubereiten gilt.

Berühmt sind die großen Veranstaltungen des Kirchentages, die neben Theologie auch viele gesellschaftliche und politische Fragen aufgreifen. Das geheime Zentrum jedoch, so berichten es die Kirchentagsteilnehmer/innen immer wieder, sind die Bibelarbeiten, mit denen die Tage beginnen. Es gehört zu Geschichte, ja zum Wesen des Protestantismus, dass die Bibel gelesen, studiert, bedacht wird und das nicht nur von einer kleinen Elite, sondern von allen.

Dazu passt gut die Veranstaltung am kommenden Mittwoch Abend: Dr. Joachim Vette vom Wissenschaftlich-theologischen Seminar und Pfarrer Udo Zansinger vom Friedrich-Haus-Studienzentrum diskutieren die Frage „Wie verstehen wir die Bibel?“ Kann oder muss man die Bibel auch oder gar ausschließlich als historisches Dokument lesen? Will die Bibel nicht auch als überzeitliches Wort Gottes verstanden werden, das die Menschen direkt und heute anspricht? Gibt es Differenzen des Bibelverständnisses zwischen reiner Wissenschaft und realem Glauben? Am kommenden Mittwoch, 25. Mai, werden diese und weitere Fragen von den Referenten untereinander auf dem Podium, dann aber auch mit dem Plenum diskutiert. Beginn ist 20.15 Uhr. Um 19.00 Uhr findet wie immer die Andacht im ESG-Keller statt, danach gibt es ein gemeinsames Abendessen.

Hinweisen darf ich auch nochmals auf das Bibelseminar „Wer sich selbst verliert …“, das einen neuen Zugang zur Bibel durch eine Methode eröffnen will, die sich „Wertimagination“ nennt. Wir bitten um Anmeldung unter esg@uni-heidelberg.de.

Das Leben in Heidelberg ist bunt. Viele Gäste bereichern unsere Stadt. Menschen aus der ganzen Welt kommen zum Studium zu uns. In diesen Tagen ist eine größere Gruppe amerikanischer Germanistik-Studierender da. Ihr Professor ist gleichzeitig der dortige Universitätsorganist. Am kommenden Sonntag spielt Prof. Bell nach dem Gottesdienst in der Peterskirche eine kurze Matinee. Auch dazu laden wir herzlich ein.

Nicht alles klappt leider: So kann der Hilde-Domin-Abend am kommenden Samstag in der Peterskirche nicht stattfinden, da der Pianist langfristig verhindert ist.

Eine gesegnete Woche wünscht Hans-Georg Ulrichs.